SO LÄUFT EIN BESUCH AB
Ein besonderer Moment.
Ohne Angst und Druck.
Ein Nikolausbesuch soll Kinder stärken, Freude schenken und lange in guter Erinnerung bleiben. Darum bereiten wir jeden Besuch persönlich und altersgerecht vor.
„Lasst die Kinder zu mir kommen.“
Jesus · Markus 10,14
Für uns bedeutet das: Kinder ernst nehmen, ihnen freundlich begegnen und ihre Grenzen achten.
UNSER VERSPRECHEN
Wir kommen nicht, um Kinder zu prüfen.
Wir kommen, um ihnen zu begegnen. Der heilige Nikolaus ist für uns ein Vorbild für Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft. Diese Botschaft möchten wir spürbar machen.
SCHRITT FÜR SCHRITT
So kann euer Nikolausabend aussehen.
01 · Vor dem Besuch
Bei der Anmeldung erzählt ihr uns, wer dabei ist und was euch wichtig ist. Hilfreich sind Stärken, Interessen und ein paar liebevolle persönliche Hinweise.
02 · Die Ankunft
Wir kommen im Bischofsgewand und nehmen uns einen Moment zum Ankommen. Kinder dürfen erst einmal schauen und selbst entscheiden, wie viel Nähe sich gut anfühlt.
03 · Zeit miteinander
Wir erzählen vom heiligen Nikolaus, sprechen über Teilen und Nächstenliebe und hören gerne ein Lied, Gedicht oder eine Geschichte – wenn die Kinder das möchten.
04 · Persönliche Worte
Wir greifen eure positiven Hinweise auf, loben, ermutigen und können einen Wunsch für das kommende Jahr formulieren. Schwierige Themen besprechen Erwachsene besser außerhalb des Nikolausbesuchs.
05 · Geschenke und Abschied
Vorbereitete Geschenke oder Säckchen überreichen wir gerne in eurem Namen. Danach verabschieden wir uns in Ruhe – ohne den Moment unnötig in die Länge zu ziehen.
WAS UNS WICHTIG IST
Würde, Vertrauen und ein gutes Gefühl.
- Kindgerecht: Wir passen Sprache, Dauer und Ablauf an das Alter und die Situation an.
- Wertschätzend: Jedes Kind soll sich gesehen fühlen und etwas Ermutigendes mitnehmen.
- Freiwillig: Niemand muss ein Gedicht aufsagen, die Hand geben oder für ein Foto posieren.
- Persönlich: Eure Hinweise helfen uns, den Besuch passend vorzubereiten.
- Verlässlich: Absprachen, Datenschutz und die Grenzen eurer Familie nehmen wir ernst.
- Christlich: Im Mittelpunkt stehen Nächstenliebe, Hoffnung und die Freude am Teilen.
WAS WIR BEWUSST ANDERS MACHEN
Der Nikolaus ist für uns keine Drohfigur.
Manche kennen den Nikolausbesuch als Prüfung mit Sündenregister, Rute und Angst vor Strafe. Das entspricht nicht unserem Verständnis.
Keine Bloßstellung
Wir lesen keine Fehlerlisten vor und stellen Kinder nicht vor der Familie zur Rede.
Keine Angst
Wir drohen nicht mit Rute, Sack, Mitnehmen oder ausbleibenden Geschenken.
Kein Zwang
Kinder müssen weder Nähe zulassen noch etwas vorführen, um Anerkennung oder ein Geschenk zu bekommen.
Wenn Eltern ein Verhaltensthema beschäftigt, darf daraus gerne ein positiver, erreichbarer Wunsch werden: zum Beispiel mehr Mut, besseres Zuhören oder freundlicher miteinander umzugehen.
GUT VORBEREITET
Das könnt ihr vorher überlegen.
Wo können Geschenke unauffällig bereitgestellt werden? Gibt es Haustiere, einen passenden Parkplatz oder Besonderheiten, die wir kennen sollten? Wer begrüßt uns an der Tür?
Für eure Angaben gilt:
- Stärken und schöne Erlebnisse zuerst
- kurze, konkrete und freundliche Hinweise
- keine intimen oder beschämenden Informationen
- Geschenke vorher beschriften und bereitlegen
- Fotos nur, wenn alle Beteiligten einverstanden sind
Jede Familie und jede Einrichtung ist anders.
Darum ist auch kein Besuch genau wie der andere. Bei der Anmeldung könnt ihr uns sagen, was zu euch und euren Kindern passt.
